Kabinettausstellung:

J A N  T O R M I

Carborundum – Radierung.

Jan Tormi


Besichtigung: nach telefonischer Vereinbarung

 

jan tormi lebensraeume

 

Jan Tormi
Carborundum – Radierung.

1951 wurde Jan Tormi (bürgerlicher Name Elmar Stange) in Lennep geboren,
aufgewachsen in Bergneustadt.
Sein ständiger Wohnsitz war in Reichdorf, eine Stunde von seinem Geburtsort
entfernt.


Seine künstlerische Tätigkeit begann 1969 in Hamburg autodidaktisch.
Viele Arbeiten entstanden in Kohle auf Papier, Gouachen und Ölgemälde.
Er orientierte sich an der „Informellen Bewegung“ und den Strömungen der
Nachkriegszeit.


In den 70er Jahren bereiste er die Länder Europas und des fernen Ostens.
Dies ist eine besondere Zeit der Auseinandersetzung mit historischen
Gegebenheiten, deren Verarbeitung ihre Spuren zeigte. 1975 bis 1981
entstehen keramische Arbeiten und Anfang der 80er Jahre wendet sich
Jan Tormi intensiv der Radierung und anderen künstlerischen Druckverfahren zu.
Seit Mitte der 80er arbeitete er mit der Carborundum - Technik.


Unter dem Künstlernamen „Jan Tormi“ war Elmar Stange, seit 1989, auf
nationaler und internationaler Ebene erfolgreich im Bereich der künstlerischen
Druckgraphik tätig.


Mit zehn Bildern zeigt die Galerie eindrucksvoll Werke in der Technik
"Carborundum".


2013 im April verstarb der Künstler.

 

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Carborundum – Radierung

Der Begriff Carborundum wird hergeleitet von dem synthetischen Hartstoff Siliziumkarbid,
zusammengesetzt aus den Worten Carbon (Kohlenstoff) und Korund (bekannter Hartstoff
aus Aluminiumoxid), wörtlich also „Korund aus Kohlenstoff“.
Um 1880 entwickelte Edward Goodrich Acheson ein industrielles Herstellungsverfahren
im elektrischen Widerstandsofen. Acheson prägte auch den Namen Carborundum.
Henri Bernhard Goetz sagt man heute nach, die Technik der Carborundum – Radierung
erfunden zu haben.
Die Carborundum – Radierung stellt eine der kompliziertesten Arbeiten in der Graphik dar.
Hierbei wird Kunstharzgranulat auf die zuvor bearbeitete Radierplatte aufgelegt und modelliert.
Zusätzlich werden zur Radierung bestimmte Stellen der Druckplatte mit einer Mischung aus
Carborundum, Schleifsand für Lithosteine, Zink- bzw. Titanweiß und Marmormehl bedeckt.
Anschließend wir die Platte erhitzt, die aufgetragene Masse schmilzt und verbindet sich fest
mit der Druckplatte. Beim anschließenden Erhitzen der Druckplatte wird das Material auf der
Radierplatte fixiert. Für den Druck werden im Allgemeinen Kupferdruckfarben verwandt.
Durch ein weiches Druckmedium, wie handgeschöpftes Büttenpapier, hinterlassen die so
beschichteten Platten erhabene Stellen und es entsteht hierdurch ein Präge - Druck mit einem
annähernd dreidimensionalen Druckbild. Die Carborundum - Technik ist quasi eine Kombination
aus Radierung und Prägedruck und zählt damit zu den graphischen Tiefdrucktechniken.
Bevor der Künstler die Arbeit signiert und nummeriert wird jedes Blatt in Mühevoller Handarbeit
mit einem Pinsel nachgearbeitet.
In den Jahren zwischen 1960 und 1970 begann der französische Graphiker James Coignard mit
der Carborundum – Technik zu arbeiten. Er gilt heute als ihr Meister.
Zu den wenigen deutschen Künstlern von heute, die sich meisterhaft mit dieser Technik befassen,
zählte Jan Tormi.

Georg Nikolaus Raber

 

 

 

Kerstin Degen kl

 

Kerstin Degen - "Im Überfluss" - Malerei und Zeichnungen

 

Die großformatige Arbeit (Acryl auf Leinwand 280x160)  ‚In abundance’ ( im Überfluss),
entsteht unmittelbar nach einem längeren Aufenthalt in Indien 2015.

Erschrocken über die Mannigfaltigkeit des Materials, das sich im Atelier türmt und zur Verfügung
steht, ist diese Arbeit der Versuch Materialität neu zu ordnen und sich während des Malprozesses
dessen auch zu entledigen, um zu einer Leere zu gelangen, die mit jeder schwindenden Farbflasche

spürbar wird.

Eingebettet in eine ätherische Weißfläche, die für die Befreiung des Materials steht, entwickelt sich
eine farbintensive Fläche in einer naturhaften wunderschönen Fülle.

Dem gegenüber befindet sich die Papierarbeit ‚Der Versuch von Natur in der Stadt’

Auch hier geht es um den Versuch eines Ausgleiches, einer Versöhnung zwischen offensichtlichen
Widersprüchen.

Diese beiden beschriebenen Arbeiten, in denen die künstlerische Kraft aus äußeren Anlässen entsteht,
sind eingebettet in kleinformatige sehr besondere Papierarbeiten.

Die in den Jahren 2015, 2016, 2017 in Indien entstandenen Arbeiten haben ihren Ursprung in der Tiefe
des Bewusstseins, ein Ort wo nicht ‚gedacht’ wird.

Der Ort der Intuition.

Hier entsteht Klarheit und Selbstverständlichkeit, hier bilden alle Formen und Gegensätze eine Einheit
und es entsteht natürlicherweise eine überbordende Fülle, die sich nicht in Materialität begründet.

(Kerstin Degen)

 

 

2016                        „BOX“, Bunter Hund Berlin

2014                        „THE SENSE OF AN ENDING“ Otmar-Alt-Stiftung, Hamm Westf.

2013                        „works on paper“, Junction Art Café Gallery, Kovalam India

                                Künstler der Metzgalerie „Lange Nacht der Museen“, Sparkasse Koblenz

2012                        „AUFGEZEICHNET“, Metzgalerie, Koblenz

2011                        “balcony living“ Galerie Hinter Lenchens Haus, Bendorf

2010                        Ausstellungsbeteiligung Galerie Hinter Lenchens Haus, Bendorf

2009                        Wettbewerb “Koblenz zeichnet“, Ludwig Museum Koblenz, 1. Preis

    „20 Künstler - 10 Jahre - 3 Orte“ 10 Jahre Metzgalerie, Koblenz

2008                        Ausstellungsbeteiligung Galerie Hinter Lenchens Haus, Bendorf

2007                        Ausstellungsbeteiligung Galerie Hinter Lenchens Haus, Bendorf

2006                        Einzelausstellung Galerie Hinter Lenchens Haus, Bendorf

     Gründung Büro für Landschaftsarchitektur und Umweltplanung, Lahnstein

Seit 2003                 Mitglied der Ateliergemeinschaft Metzgalerie e.V.

1993 - 1997             Mehrmonatige Aufenthalte in Neuseeland, USA, Frankreich
                                Studium Landschaftsarchitektur und Umweltplanung, GHS Paderborn

     Abschluss Diplom-Ingenieurin Landschaftsarchitektur

1966                        Geboren in Duisburg

 

 Lotusteich

Malerei der chinesischen Bauern und Bäuerinnen

 


Warum ich dieses Bild liebe

 

 Lotusteich

 

 

Lotus ist eine Wasserpflanze, deren Blätter flüssigkeitsabweisend sind, so dass Wasser einfach abperlt. Dadurch bleiben die Blätter stets sauber, es können sich keine Pilze oder andere Organismen auf ihnen bilden, die der Pflanze schaden könnten (Lotuseffekt). Die Pflanze wird schon seit mehr als 3000 Jahren im Orient und in Asien als Nahrungsmittel und Blume kultiviert.

Da es sich bei diesem Bild um eine chinesische Bauernmalerei handelt, hat die Ausdruckskraft und Symbolik dieses Bildes eine ganz besondere Bedeutung.

Ein Prinzip der chinesischen Kultur ist nämlich die indirekte Kommunikation. Aus unterschiedlichen Gründen gilt es als unschicklich, einem Anderen seine Anliegen direkt mitzuteilen, weil dies Disharmonie oder gar Gesichtsverlust nach sich ziehen kann.

Allein durch die Hierarchie in der konfuzianischen Gesellschaft können Kritik, Anregungen, Wünsche und Meinungen nicht offen vorgebracht werden, ohne dass dies empfindliche Sanktionen nach sich zieht. Auch wegen des stark verbreiteten Analphabetismus, sowie erotischer und sexueller Tabus, haben sich die Chinesen einer Vielzahl von Symbolen bedient. So steht der Lotus in weiten Teilen Asiens als Sinnbild für Reinheit, Treue, Schöpferkraft und Erleuchtung. Das Symbol befindet sich sowohl im Hinduismus als auch im Buddhismus, wo die Erleuchteten (Buddhas), insbesondere Siddhartha Gautama, regelmäßig auf einer geöffneten Lotosblüte oder einem Lotosthron stehend oder sitzend dargestellt werden. Besonders vielfältig ist seine Symbolik in China ausgeprägt: Liebe und harmonische eheliche Verbundenheit werden mit dem Lotos in Verbindung gebracht; die Lotosblüte ist deshalb auch Sinnbild einer guten Ehe. Speziell die rote Lotosblüte gilt als Symbol für die Vagina. Im Buddhismus zählt der Lotos zu den acht Kostbarkeiten und ist Symbol für den Lauf der Zeiten (mit den Einzelphasen Frucht, Blüte und Stängel) und für die Wirkung der Lehre Buddhas (die Wurzeln sind im Schlamm, auf der Oberfläche erblüht jedoch der Lotos). (Quellen: Wikipedia)

 

Mir gefällt der unaufdringliche Kontrast aus den grünen Lotusblüten einerseits, und den filigran wirkenden weissen Seevögeln andererseits, die im  Schutz der Blätter das Bild bevölkern, getragen vom Wasser: Eine Atmosphäre der Friedlichkeit, Gelassenheit und Harmonie des Gleichklangs, aber auch eine gewisse Zärtlichkeit ausstrahlend. Das Bild strahlt eine paradiesische Idylle aus, eine geradezu meditative Ruhe. Und es inspiriert, weil trotzdem Bewegung darin ist, wodurch bei jedem Betrachten immer neue Gedankenbilder entstehen. Ein Bild, das inspiriert, in dem man jedes Mal etwas neues sieht, ohne sich satt zu sehen.
(Ulrike M. Dierkes)

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Das Bild befindet sich in der "Sammlung der Malerei der chinesischen Bauern und Bäuerinnen"
in der Galerie Hinter Lenchens Haus

 

Die Malerei der chinesischen Bauern.

Diese Art der Bildgestaltung hat sich aus der Wandmalerei, dem Scherenschnitt und der Stickerei entwickelt. Traditionelle künstlerische Elemente wie Übertreibung und Verzerrung wie auch klare und übersichtliche Darstellungen finden sich in diesen Bildern.

Bei den Malern handelt es sich um Bauern und Bäuerinnen aus dem Kreis Hu in der zentralchinesischen Provinz Shaanxi, unweit Xian, der alten Kaiserstadt der Tang – Dynastie.

Diese Bilder spiegeln die lebendigen Traditionen der Menschen Chinas wieder, ihre Arbeit, ihre Feste, ihr tägliches Leben. Man spürt in ihnen das Aroma, sieht in ihnen die lebhaften Szenen und erfühlt aus ihnen die Kraft der täglichen Erfahrungen dieser Menschen.

In den letzten Jahren hat sich ein Wandel in der Technik dieser Malerei angebahnt, so daß neben traditioneller Tempera - und Gouache – Malerei jetzt auch verstärkt Elemente wie Airbrush – Painting Anwendung findet.

Zugleich hat die Malerei der chinesischer Bauern Einzug gehalten in

die klassische Tradition der „Naiven Bildgestaltung“.

Kunstkritiker, Museumsleute und Kunstwissenschaftler entdeckten weltweit begeistert den hohen Wert der Bilder.

Georg N. Raber verfügt über eine großartige Sammlung der Malerei chinesischer Bauern.

Erste Ausstellung der Bilder fand 1994 in der Galerie „Hinter Lenchens Haus“ statt.

Im Frühjahr 2003 wurde die Sammlung, bestehend aus 105 Blättern, in der

Otmar-Alt-Stiftung / Hamm - Westf. für drei Monate erfolgreich präsentiert.

Interessierte Besucher können gerne Einblick in die Exponate bekommen, die sich in der Galerie befinden.

Die Ausstellung und Sammlung steht unter der Schirmherrschaft der Kulturabteilung der Botschaft der Volksrepublik China in der Bundesrepublik Deutschland.

 

Armin Mueller-Stahl und Co.

Gruppenausstellung mit Künstlern der Galerie:

Kerstin Degen - Klemens Kluge - Gawrijl Malysch -
Armin Mueller-Stahl - Jan Tormi - Bernd Zimmer

Aquarelle - Zeichnungen - Lithographien - Holzschnitte -Radierungen (Carborundum)

und andere

 

Arnim Müller Stahl Foto

Armin Mueller-Stahl
*1930 in Tilsit

 

Die erste Einzelausstellung in der Galerie Hinter Lenchens Haus
fand zum 75. Geburtstag des Künstlers statt

 

Fünf Jahrzehnte ist Armin Mueller – Stahl bildkünstlerisch tätig.

Zahlreiche Malereien und unzählige Arbeiten auf Papier entstanden.

In jüngster Zeit schuf er zudem ein druckgraphisches Oeuvre.

Seit knapp fünf Jahren ist für ihn die Originallithographie - mittels Stein

oder Umdruckpapier- ein wichtiges künstlerisches Ausdrucksmittel.

Das beweisen nicht nur die drei herausragenden graphischen Zyklen

Hamlet in America, Urfaust und night on earth - day on earth.

Seine biographischen Bilderwelten sind spannende, heiter, zeitweise

auch ironische Auseinandersetzungen mit Geschehenem und Erlebtem.

Das genaue Beobachten ist für ihn als Schauspieler wie als bildender

Künstler von großer Bedeutung. Gestik und Mimik verraten ihm viel.

Heute befinden sich Werke von Armin - Mueller Stahl in verschiedenen

öffentlichen, musealen und privaten Sammlungen des

In- und Auslands.

 

 

 

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 kerstins atelier in bendorf

Atelier der Künstlerin Kerstin Degen in Bendorf

 

Lebensräume

Künstler der Galerie

Kerstin Degen

 

 

Kunst hat ihren Begriff

in der geschichtlich sich

verändernden Konstellation von Momenten -

er sperrt sich der Definition !

Th. W. Adorno


(Ästhetische Theorien)

 

 

Aquarelle - Zeichnungen - Collagen -

Lithographien - Holzschnitte -

Radierungen (Carborundum)

 

 

Künstler der Galerie:

u.a.

Kerstin Degen

Klemens Kluge

Armin Mueller - Stahl

Jan Tormi

Bernd Zimmer

 

Kerstin Degen 2

 

 

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Sonderausstellung:

Bendorf - gezeichnet erleben und sich erinnern!

23 Federzeichnungen von Georg Nikolaus Raber,

entstanden von 1982 bis 2002.   

 

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